bildende kunst

SCHMUCKKUNST
Anna Heindl
Lena Grabher in Zusammenarbeit mit Lukas Gaechter

bis sonntag / 5. mai 2019
galerie kunsthaus muerz

Anna Heindl zeigt uns in der Ausstellung am kunsthaus muerz einen Überblick über ihre Arbeit und Werke aus ihrer aktuellen Werkserie „Gravity“.

Sie studierte Metallgestaltung bei Franz Hagenauer an der Universität für angewandte Kunst. Seit den 1970er-Jahren trug Anna Heindl maßgeblich zur Neudefinition des Schmuckbegriffs in Österreich bei und damit zur Entwicklung der österreichischen Schmuckkunst. Stahl ersetzt Gold und Silber und wird zum Inbegriff der von konventionellen Wertvorstellungen losgelösten Schmuckkunst. Die Themen mit denen sich Anna Heindl beschäftigt findet sie in Tagesereignissen, Naturphänomenen und Himmelserscheinungen oder Begegnungen mit historischer bildender Kunst und Literatur. Ihre Werkgruppen entstehen konsequent in der Erforschung aller Möglichkeiten – formal wie materialspezifisch.

Lena Grabher beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit den grundsätzlichen Fragen:
Was ist Schmuck? Warum tragen wir Schmuck?

Schmuck als traditionelles Mittel der Körperdekoration wird Teil unseres Erscheinungsbildes und somit ein Medium, um unsere Identität zu erforschen und auszudrücken.

In ihrer Serie DIPLOPIA manipuliert die Künstlerin die Aspekte des physischen Erscheinungsbildes des Trägers. Diplopia bedeutet “Doppelsicht”, und bezeichnet das Symptom zwei Bilder an der Stelle von einem zu sehen. Licht ist die Basis unserer visuellen Wahrnehmung. Der Fokus der Schmuckobjekte von Lena Grabher liegt auf Projektionen durch optische Linsen, Spiegelungen und unterschiedlichen Distorsionen. Durch die präzisen Strukturen wird das Licht umgeleitet und eine symbiotische Beziehung zwischen Körper und Umfeld erschaffen.

Der Körper als unsteter Ort um ein Objekt zu präsentieren, kompliziert die Wahrnehmung und gleichzeitig aktiviert und transformiert er das Objekt. Somit ist es mein Ziel, Schmuck zu schaffen, welcher nicht nur als Objekt für sich allein steht, sondern seine Funktion durch das Tragen am Körper erhält und sogleich die Grenzen der Tragbarkeit testet.

Die Arbeiten mit dem Titel Hybrid behandeln die Ästhetik und Anziehung von Symmetrie – im Digitalen sowie in der Natur. Der Titel Hybrid bezieht sich auf ein System, bei welchem zwei oder mehrere Technologien miteinander kombiniert werden und betont ein aus unterschiedlichen Arten oder Prozessen zusammen- gesetztes Ganzes. Dies resultiert aus dem Streben Materialien zu kontrollieren und zu verwandeln.

Die Besonderheit liegt darin, dass die zusammengebrachten Elemente und Prozesse für sich schon Lösungen darstellen, durch das Zusammenbringen aber unerwartete, erwünschte
wie unerwünschte Eigenschaften entstehen können, oder durch modulares zusammensetzen neue Strukturen entstehen lassen.

Lena Grabher kombiniert traditionelle Techniken der Schmuckherstellung mit innovativen Materialien und neuen Techniken. Dadurch entsteht Unerwartetes, Überraschendes.


Dauer der Ausstellung: bis Sonntag, 5. Mai 2019
Öffnungszeiten: Donnerstag - Samstag: 10 - 18 Uhr,
Sonntag: 10 - 16 Uhr

Eintritt frei





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