Alfred Kolleritsch, Gerhild Steinbuch

Alfred Kolleritsch, 1931 in der Südsteiermark geboren, ist Mitgründer und – von 1969-95 – Präsident des Forum Stadtpark und gibt seit 1960 die Literaturzeitschrift manuskripte heraus, in der er sich für die Literatur und die Schriftsteller und gegen jede – auch ästhetische – Erstarrung und Fest-Schreibung einsetzt. Etwa achtzig neue eigene Gedichte sind in dem jüngsten Gedichtband Tröstliche Parallelen gesammelt. Kolleritschs Gedichte zeichnen sich durch ihre philosophische Grundierung aus, ihre vielfachen Heidegger-Bezüge, die unverwechselbaren Eigenheiten in Syntax und Wortschatz machen sie zu erratischen Blöcken in der Literatur der letzten vierzig Jahre. Seit Gerhild Steinbuchs dramatischer Text kopftot beim Stückewettbewerb der Berliner „Schaubühne“ ausgezeichnet wurde, gilt die 1983 geborene und aus Mürzzuschlag stammende Autorin als eine der Hoffnungen gegenwärtiger und künftiger Literatur. In ihrer Lesung im kunsthaus muerz wird Steinbuch aus ihrer neuen Prosa lesen, in der sie eine ähnlich verschobene und zugleich berückende Weltwahrnehmung wie in ihren dramatischen Texten entstehen läßt. Einige Publikationen in der Zeitschrift manuskripte und die fördernde Umsicht durch ihren Herausgeber lassen einen Bogen spannen von junger aufstrebender Literatur hin zu einem der Fixpunkte deutschsprachigen literarischen Schaffens des 20./21. Jahrhunderts.

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Mo / 15.05.2006

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