Lara Köck, Andreas Kellerer-Pirklbauer und Michael Goldgruber führen durch die Ausstellung und geben Einblick in das Thema und die Konzeption der Schau.
Im Zentrum des fotografischen Œuvres von Michael Goldgruber steht die Ökologie, bzw. das beschleunigte Zusammenbrechen dieses komplexen Beziehungsgefüges. Es ist eine intensive und stete Begegnung mit all den dicht ineinander gelagerten Beschädigungen der Natur, wo er die Bruchlinien der Wahrnehmung herausarbeitet, um eine Bildsprache abseits des Voyeurismus der Naturzerstörung zu finden.
Aufs Gute hoffen heißt auch handeln. Michael Goldgruber portraitiert dazu die vielen Forscher:innen und Orte der wissenschaftlichen Forschung, an denen die sensiblen Balancen der Natur beforscht werden, um Maßnahmen zu ihrer Rettung zu entwickeln. Die Klima- und Biodiversitätsforschung wurde in den vergangenen Jahren laufend ausgebaut, und so sind zur Exzellenz einzelner Forschungspersönlichkeiten zudem auch einige Institute neue und beispielgebende Architekturen.
Ein Hauch von Heroismus liegt in den künstlerischen Porträts dieser Forschungslandschaft. Über die axiale Klarheit der Bildkonstruktion und den feinen Umgang mit Licht schafft Michael Goldgruber einen ästhetischen Raum, der vom Zukunftsoptimismus auch in Zeiten der Krise erzählt. Sicher ist, dass das, was wir tun, die Zukunft verändert.
Dr. Astrid Kury (Kuratorin, Graz), 2025.