über dinge

Der Gegenstand als Bedeutungsträger: Er erzählt, er entfaltet Kraft und emotionales Potenzial, er fasziniert, er verwirrt, er steht für sich oder für ganz Anderes. Gefundene Dinge, ausgewählte Dinge, bearbeitete und eigens hergestellte Dinge. Name, Erscheinung und Bedeutung müssen von der Betrachterin, vom Betrachter gegeneinander verschoben, probeweise in dieser und jener Konstellation verknüpft werden. Die individuelle Erfahrung einer Lösung, das \"Verstehen”, ruft dabei Affekte auf, die mit grundlegenden Tätigkeiten, Interessen und Verhaltensweisen zusammenhängen. Die radikale Geste Marcel Duchamps, einen Flaschentrockner zum Kunstwerk zu erklären, braucht nicht wiederholt zu werden. Ihr folgt die Kunstentwicklung des 20. Jahrhunderts, in der Alltagsobjekte in vielfältiger Weise kunsttauglich werden. Von Duchamp über die Surrealisten, Fluxus, Pop Art bis zu Beuys und zur Appropriation Art spannt sich der Bogen der Verwendung und Bearbeitung real vorhandener Dinge. Diese Ausstellung versammelt aktuelle Arbeiten von achtzehn internationalen KünstlerInnen. Allen Werken gemeinsam ist: Sie legen kulturelle und soziale Codierungen frei und fragen nach der Wirkmächtigkeit der Requisiten des Lebens. [b]KünstlerInnen: Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová Jimmie Durham Manfred Erjautz Dorothee Golz Alicja Kwade Nika Kupyrova Lazar Lyutakov Kris Martin Annelies Oberdanner Monika Oechsler Drago Persic Valentin Ruhry Stephanie Senge Nedko Solakov Gabriele Sturm Nasan Tur Martin Walde[/b] Kuratorin: Stella Rollig Ausstellungsgestaltung: Hans Kropshofer Dauer der Ausstellung: bis Sonntag, 4. September 2011 Öffnungszeiten: Donnerstag – Samstag: 10 – 18 Uhr Sonntag: 10 – 16 Uhr, für Gruppen auch nach Vereinbarung [b]Erwachsene 4€ und Studierende bis zum vollendeten 27. Lebensjahr 3€, für Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren ist der Eintritt frei.[/b]

Infos & Tickets

Sa / 21.05.2011  - So / 04.09.2011
kunsthaus muerz / walter buchebner saal

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