Die Geschichte des Irak als Wiege der Kultur

Geboren 1954 in Graz. 1974 – 1981 Studium der Altorientalistik, Germanistik und Vergleichende Sprachwissenschaft an den Universitäten Graz, Wien und Toronto. 1979 – 1981 archäologische Grabungstätigkeit in Jerusalem. 1981 Promotion. 1981 – 1986 Assistententätigkeit an den Universitäten Toronto und Graz. 1987 – 1991 freier Wissenschaftler und Reiseleiter im Orient. 1991 Wechsel zur „Österreichischen URANIA für Steiermark“, seit 1996 deren Direktor. 2000 Habilitation. Lehrtätigkeit in den Fächern Assyriologie und Vorderasiatische Archäologie an der Universität Graz. Um 3200 v.Chr. trat die Zivilisation der Sumerer ins Licht der Geschichte. Stadtkultur, Bewässerungsfeldbau, Königtum, Hochreligion und Schrift begannen damals ihren Jahrtausende dauernden Gang durch die Geschichte der Menschheit. Aus Städten wurden Staaten, aus Staaten wurden Reiche. Diese kämpften um die Vormachtstellung in der (damals bekannten) Welt. Sumerer, Akkader, Babylonier, Assyrer: Völker die an der Wiege unserer Kultur standen und vieles von dem entwickelten, was wir heute zu den Grundlagen unserer Zivilisation zählen: ein geordnetes Staatswesen mit Abgaben, Steuern und Militärdienst, ein kodifiziertes Recht, eine kritische und manchmal zynische Philosophie, eine reiche Literatur, deren Spuren bis in das 20. Jahrhundert n.Chr. heraufführen, eine hoch entwickelte Naturwissenschaft und eine entfaltete bildende Kunst. Die Kulturgeschichte dieser Völker Mesopotamiens führt uns durch einen Zeitraum von über 2500 Jahren bis zur Eingliederung des Zwischenstromlandes in das persische Reich im Jahr 639 v.Chr. Während dieser Zeitspanne blieb Mesopotamien, das Gebiet des heutigen Irak, politisches und kulturelles Zentrum des gesamten Vorderen Orients. Der Vortrag wird einen kurzen historischen Überblick über diesen Zeitraum geben und sich dann vor allem den kulturellen Leistungen auf dem Gebiet des Rechts, der Wissenschaft, der Literatur und der Kunst zuwenden.

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Di / 27.01.2004

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