KOFOMÜ (Komponist:innenforum Mürzzuschlag)
18.00 Uhr / Toni Schruf Gasse
Heidrun Primas – Feldstellen
19.00 Uhr / Wiener Straße 35
Weg aus Mürz (Uraufführung)
Schüler:innen des Herta Reich Gymnasiums
Stephan Matyus – Erarbeitung, Dramaturgie, Regie
19.45 Uhr / kunsthaus muerz
Fluchtlinien (Uraufführung)
Gina Mattiello – Stimme, Textfassung, Dramaturgie
Adrián Artacho – Komposition, Performance,
Lichtkonzeption
Reinhold Schinwald – Komposition, Live-Elektronik
Stefan Obmann – Posaune
Texte von Herta Reich
KNUSP / Klaus Haidl – Gitarre, Gobi Drab – Blockflöten
Im Zentrum dieser Festivalstation steht das Erinnern als gemeinschaftlicher und künstlerischer Prozess. Feldstellen eröffnet den Abend als rituelles Gedenkereignis im öffentlichen
Raum. Die Performance lädt dazu ein, innezuhalten und Erinnerung als lebendige Gegenwart zu erfahren – nicht als Rückblick, sondern als gemeinsame Verantwortung für die Zukunft.
Ausgehend von Herta Reichs autobiografischem Bericht „Zwei Tage Zeit“ entwickeln Gina Mattiello und Adrián Artacho im Rahmen des kofomü – Komponist.innenforum Mürzzuschlag neue Kompositionen/Performances zwischen Sprache, Stimme, Komposition und räumlichem Klang. Der Text wird dabei nicht illustrativ vertont, sondern als historisches
und persönliches Zeugnis verstanden, das in zeitgenössische Klangformen übersetzt wird. Parallel dazu erarbeitet Stephan Matyus gemeinsam mit Schüler:innen des Herta Reich Gymnasiums Mürzzuschlag eine künstlerische Annäherung an das Leben Herta Reichs. Aus biografischen Spuren, historischen Quellen und persönlichen Reflexionen entsteht eine Arbeit, die Erinnerung nicht bewahrt, sondern weiterträgt
und in die Gegenwart hinein befragt. Das Duo KNUSP verbindet in Sonic-Zwischenräumen die beiden Uraufführungen mit real time compositions.
freier Eintritt
In Kooperation mit büro lunaire
Herta Reich, Foto: Ronny Reich