Franzobel & Norbert Trummer: Zirkusblut, Lesung und Konzert

Gedichte von Franzobel spielen oftmals mit einer zweifach benutzten Sprache: Versatzstücke der Alltagssprache, Gebrauchtwagen des sprachlichen Verkehrs, werden vom Autor erneut benutzt, zu einer Situation zusammengestellt, aus sich selbst heraus weitergeführt, quasi mit neuem Sprit befüllt. Norbert Trummer benutzt, gebraucht, die Sprache Franzobels nun wiederum, holt die Gedichte aus den stillen Seiten der Bücher hervor und präsentiert sie im Rahmen einer Art ironisierten Wienerlieds der Qualtinger-Tradition, das durch den südsteirischen Akzent des Künstlers eine spezielle Note erhält. Zum Teil erzeugt er auf diese Weise Ohrwürmer, zum Teil irritiert er den Hörer aber mit anekdotenhafter, minimalistischer musikalischer Untermalung, durch die er verhindert, eine Interpretation der Gedichte im Sinne einer Bedeutungsreduktion zu geben. Im Gegenteil: Akkordeon, Ukulele, Mundharmonika und Stimme setzen weitere Konnotationen hinzu. Abgewechselt werden die musikalischen Darbietungen Norbert Trummers durch von Franzobel vorgetragene Textauszüge aus seinem Roman \"Zirkusblut\", in denen schon einmal Niki Lauda von Aliens entführt wird … Franzobel Zirkusblut Ein Austrian-Psycho-Trashkrimi zweiter Teil mit Bildern von Norbert Trummer 21/15 cm, ca. 150 Seiten, vierfärbig, 35 sfr / 20 € ISBN 3 85252 584 5 Franzobel & Norbert Trummer An der schönen greenen blauen donau CD PN°1-records ISRC AT-P68 0011 – ISBN 3 85252 619 1 im Verlag Bibliothek der Provinz A-3970 Weitra, Tel. 02856 / 3794, Fax 02856 / 3792 http://www.bibliothekderprovinz.at

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Do / 13.01.2005

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