KLAUS WANKER »land(s)cape>extrahierter hypothalamus«

Der Titel der Ausstellung »land(s)cape>extrahierter hypothalamus« deutet auf eine Absolutheit hin, die Wankers Denken und Schaffen prägt. So ist der Hypothalamus als Zwischenhirn verantwortlich für die Steuerung des zentralen Nervensystems des Menschen und ist damit die bedeutendste Schnittstelle an der Konstruktion des Systems Mensch. Seine Extraktion führte unzweifelhaft zum Exitus und wäre wohl damit nach Adorno, eine in Schwarz. Und genauso inszeniert Wanker seine Arbeiten im kunsthaus muerz in zwei Gruppen: aus jenen der Serien der ersten abstrakten Schaffensperiode der geometrisch strukturierten, schwarz-weissen Bilder, die hier ins schummrige Dunkel des Raumes leuchten. Gegenüber stehen dann die organischen, farbigen Welten im hellen, gleissenden Licht. Beides sind Untersuchungen des Sehens als Vorgang im reisenden Licht und seinem ganzen Spektrum das in Sein oder Nicht Sein den grundsätzlichen Ursprung hat. Als Gesamtvision bezeugt die Ausstellung die Endlichkeit des diesseitig Realen. Denn dies kann in einer wissenschaftsorientierten Sichtweise nur eine Marginalität des Sehens darstellen. Eine Marginalität die ein abstraktes Zentrum besitzt: reine Bewegung. (Katrin Bucher) [b]Dauer der Ausstellung: bis Sonntag, 11. Jänner 2015 Öffnungszeiten: Donnerstag – Samstag: 10 – 18 Uhr, Sonntag: 10 – 16 Uhr, für Gruppen auch nach Vereinbarung freier Eintritt Am 25. und 26. Dezember 2014 und am 1. Jänner 2015 bleibt die Ausstellung geschlossen. [/b]

Infos & Tickets

Sa / 29.11.2014  - So / 11.01.2015
kunsthaus muerz / walter buchebner saal

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