KOMPONIERENDE GEIGER

classic 23/24

„Virtuose Violinmusik im Spiegel der Geschichte“

Benjamin Schmid – Violine

Ariane Haering – Klavier

 

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644–1704)
Passacaglia (Version Benjamin Schmid)

Giuseppe Tartini (1692–1770)
Teufelstriller Sonate (Kreisler)

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
6 Variationen KV 360 (helas, j ´ai perdu mon amant)

Niccolò Paganini (1782–1840)
1. Satz aus 2. Violinkonzert (mit Kadenz Benjamin Schmid )

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Fritz Kreisler (1875–1962)
Viennese Rhapsodic Fantasietta, Songs my mother told me

Jascha Heifetz: (1901–1987): Manuel M. Ponce:
Estrellita; George Gershwin: it aint necessarily so

Cosima Schmid
Sehnsuchtslied für Violine und Klavier

Georg Breinschmid (*1973)
Musette pour Elisabeth

Didier Lockwood (1956–2018)
VaVaVoom (Arr. Benjamin Schmid)

 

Viele Komponisten waren selbst ausgezeichnete Cembalisten, Organisten oder Pianisten und haben ihre instrumentale Virtuosität in ihre Kompositionen einfließen lassen. Dabei sind durchaus nicht nur Virtuosenstücke entstanden. Denken wir an Bach, Beethoven, Schumann, Brahms oder Bártók: Sie haben sowohl die Technik am Instrument weiterentwickelt, wie auch die Ausdrucks- und Formpalette ihrer Kompositionen ausgeweitet und bereichert.

In der Barockzeit waren viele der führenden Tonschöpfer aber auch Geiger. Wir alle bewundern Vivaldi, Corelli, Tartini, Leclair und viele andere. Nicolo Paganini, der nicht nur Geiger, sondern auch ein hervorragender Gitarrist war, revolutionierte die Geigentechnik und schuf den Typus des Virtuosenkonzertes, der in der Zeit der Romantik von vielen Geigenvirtuosen weiterentwickelt wurde. Mozarts Zeitgenosse, der Italiener Giovanni Battista Viotti, der deutsche Louis Spohr, der Pole Henryk Wieniawski, der Spanier Pablo de Sarasate, Brahms‘ Freund Joseph Joachim, der Franzose Henri Vieuxtemps – um
nur einige zu nennen – waren nicht nur hervorragende Geiger sondern auch begnadete Komponisten.

Wir Österreicher dürfen stolz sein, dass der 1875 in Wien geborene Fritz Kreisler nicht nur einer der berühmtesten Geiger seiner Zeit war, sondern viele meist kurze, elegante und charmante Stücke komponiert hat, die bis zum heutigen Tag und überall das Publikum verzaubern.

 

Benjamin Schmid 

Seit seinem Debüt bei den Salzburger Festspielen als Solo-Partner von Sir Yehudi Menuhin im Jahre 1986 hat sich Benjamin Schmid mit seiner weltweiten, stets intensiven Konzerttätigkeit in etwa 3000 Live-Konzerten zu einem der wichtigsten Violinisten unserer Zeit entwickelt. Der Sieg des Carl-Flesch-Wettbewerbs 1992 in London, bei dem er auch den Mozart-, den Beethoven- und den Publikumspreis zuerkannt bekam, brachte neben anderen Wettbewerbspreisen den internationalen Durchbruch für den aus Wien stammenden Geiger Benjamin Schmid. Seither gastierte er auf den wichtigsten Bühnen der Welt mit namhaften Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra London, den Petersburger Philharmonikern, dem Concertgebouw Orchester Amsterdam, dem Leipziger Gewandthausorchester oder dem Tonhalle Orchester Zürich.

Seine brillante Technik, die Klarheit und Leidenschaft des Ausdrucks, sein solistisches Charisma, die außerordentliche Bandbreite des Repertoires und darüber hinaus seine improvisatorischen Fähigkeiten im Jazz machen ihn zu einem Geiger von einzigartigem Profil. Ein kontinuierlich immer wieder prämierter Schwerpunkt seines Repertoires bildet das Violinwerk W. A. Mozarts. Von den über 60 CDs Benjamin Schmids wurden einige mit dem Opus Klassik Preis (mehrfach) , mehrmals mit dem Deutschen Schallplattenpreis (als einziger Geiger in den Kategorien Klassik und Jazz), dem Echo-Klassik-Preis ausgezeichnet.

Mehrere weltweit ausgestrahlte Dokumentarfilme über Benjamin Schmid komplettieren den außergewöhnlichen Rang des Geigers. Mehrere weltweit ausgestrahlte Dokumentarfilme über Benjamin Schmid komplettieren den außergewöhnlichen Rang des Geigers. Benjamin Schmid ist als einer der wichtigsten Geiger im Buch „Die Großen Geiger des 20. Jahrhunderts,“ von Jean-Michel Molkou (Verlag Buchet-Chastel, 2014) porträtiert.

Er konzertiert auf der „ex Viotti 1718“- Stradivarius Violine, die ihm die Österreichische Nationalbank zur Verfügung stellt, sowie auf einer modernen Geige aus dem Jahre 2015 von Wiltrud Fauler.

www.benjaminschmid.com


Ariane Haering

Die Schweizer Pianistin ARIANE HAERING studierte zuerst in ihrer Heimatstadt La Chaux-de-Fonds bei Cécile Pantillon und Catherine Courvoisier. Danach verbrachte sie ein Jahr an der University of North Carolina bei Clifton Matthews und schloss ihr Studium 1996 in der Klasse von Brigitte Meyer mit einem „1er Prix de Virtuosité avec les félicitations du Jury“ ab. Kontinuierlich baut sie ihr Repertoire auf, das bald fünf Jahrhunderte Musik umfasst und teilt in der Folge das Podium mit Künstlern wie Benjamin Schmid, Dimitri Ashkenazy, Clemens Hagen, Veronika Hagen, Matthias Bartolomey, Matthias Schorn, Ramon Jaffé, Ib Hausmann, Bernard Richter sowie dem Doric-, Brodsky-, Petersen- und dem Mozarteum-Quartett.

Zusammen mit der Pianistin Ardita Statovci gründet sie 2015 „ ariadita duo“, dessen Repertoire vom Bach bis Staud umfasst und regelmässig Auftragswerke zeitgenössischer Komponisten interpretiert. Im Schwerpunkt des Duos stehen Bearbeitungen großer symphonischer Werke für ein und zwei Klaviere von Beethoven, Brahms, Liszt, Honegger, Shostakowitsch, Ravel und Stravinsky. „ariadita duo“ gastiert in der Elbphilhamonie, im Festspielhaus Erl, beim Diabelli Sommer Mattsee, bei den Musiktagen Mondsee und beim Aspekte Festival Salzburg. 2016 wurde Ariane Haering Mitglied des „ Alban Berg Ensemble Wien“. Seit der Gründung spielt diese Formation einen eigenen Zyklus im Brahms Saal des Musikvereins und gestaltet jährlich das Festival „BergFrühling“ am Ossiacher See. Im Jahr 2020 erschien ihre erste CD Produktion für die Deutsche Grammophon. Zu Festivals auf vier Kontinenten eingeladen, gastiert Ariane Haering in Mecklenburg-Vorpommern , Capri und Monte-Carlo , Risor, Middleburg, Mattsee und Mondsee, Miami, Bogota, in Havana, Stellenbosch und Cape Town, Kaoshiung und Seoul sowie Tokyo und Osaka, in der Musikhalle und in der Elbphilharmonie Hamburg.

Ihre Auftritte bei den Salzburger Festspielen, in der Salzburger Mozartwoche, bei der Stiftung Mozarteum, im Wiener Musikverein und Konzerthaus und im Klavier-Festival Ruhr festigen ihren Ruf als internationale Künstlerin. Solistische Höhepunkte waren darüber hinaus Konzerte mit dem Houston Symphony Orchestra unter der Leitung von Chefdirigent Hans Graf, in der Tonhalle Zürich, im Großen Festspielhaus Salzburg, im KKL Luzern, im Casino Bern und Basel. Verheiratet mit dem österreichischen Geiger Benjamin Schmid und Mutter ihrer gemeinsamen vier Kinder, lebt Ariane Haering in Salzburg und investiert gleich hohe Energien in das Wohlbefinden ihrer Familie sowie in die Verwirklichung ihrer musikalischen Träume.

 

(c) Foto: Wolfgang Lienbacher


Kartenpreise und Abos: Einzelkarten: 39€/29€, Abo: 190€/130€

Infos & Tickets

Do / 18.04.2024
19.30 Uhr
kunsthaus muerz
€ 39