Michael Goldgruber

sience.fiction - Modulationen des Wandels

Michael Goldgruber positioniert sich mit seiner Arbeit gleichsam am Grat der Gegenwart.

Im Zentrum seines fotografischen Œuvres steht die Ökologie, bzw. das beschleunigte Zusammenbrechen dieses komplexen Beziehungsgefüges. Es ist eine intensive und stete Begegnung mit all den dicht ineinander gelagerten Beschädigungen der Natur, wo er die Bruchlinien der Wahrnehmung herausarbeitet, um eine Bildsprache abseits des Voyeurismus der Naturzerstörung zu finden.

Aufs Gute hoffen heißt auch handeln. Michael Goldgruber portraitiert dazu die vielen Forscher:innen und Orte der wissenschaftlichen Forschung, an denen die sensiblen Balancen der Natur beforscht werden, um Maßnahmen zu ihrer Rettung zu entwickeln. Die Klima- und Biodiversitätsforschung wurde in den vergangenen Jahren laufend ausgebaut, und so sind zur Exzellenz einzelner Forschungspersönlichkeiten zudem auch einige Institute neue und beispielgebende Architekturen.

Ein Hauch von Heroismus liegt in den künstlerischen Porträts dieser Forschungslandschaft. Über die axiale Klarheit der Bildkonstruktion und den feinen Umgang mit Licht schafft Michael Goldgruber einen ästhetischen Raum, der vom Zukunftsoptimismus auch in Zeiten der Krise erzählt. Sicher ist, dass das, was wir tun, die Zukunft verändert.

Dr. Astrid Kury (Kuratorin, Graz), 2025.

Michael Goldgruber’s work positions itself, as it were, on the cusp of the present. At the center of his photographic oeuvre is ecology, or rather the accelerated collapse of this complex web of relationships. It is an intense and constant encounter with all the densely intertwined damage to nature, where he works out the fault lines of perception in order to find a visual language beyond the voyeurism of nature’s destruction.

Hoping for the best also means taking action. Michael Goldgruber portrays the many researchers and places of scientific research where the sensitive balances of nature are being studied in order to develop measures to save it. Climate and biodiversity research has been continuously expanded in recent years, and so, in addition to the excellence of individual researchers, some institutes are also new and exemplary architectures.  

There is a touch of heroism in the artistic portraits of this research landscape. Through the axial clarity of the image construction and the subtle use of light, Michael Goldgruber creates an aesthetic space that conveys optimism for the future, even in times of crisis. One thing is certain: what we do today will change the future.

Dr. Astrid Kury (Curator, Graz), 2025. Translated with DeepL.com (free version)

 

Michael Goldgruber

* 1965 in Leoben, lebt und arbeitet in Thörl (Steiermark) und Wien.

1987 bis 1992 ao. Hörer an der Hochschule für angewandte Kunst, Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Wien. 1986 – 1989 Fotografie-Ausbildung bei Bernd Schilling in Wien.

2007 österreichisches Staatsstipendium für bildende Kunst.

2012 Fotoatelier des Bundes in Paris.

2015 Artist in Residence im Contretype, Zentrum für zeitgenössische Fotografie in Brüssel.

2015 internationaler Preis für Fotografie in Paris – „La Quatrième Image“.     

2025 Artist in Residence in Triest / AIR Trieste.

1988 bis 2025 zahlreiche internationale Einzelausstellungen u.a. in Wien, Graz, Linz, Krems, Bregenz, Berlin, Paris, Brüssel, Zürich, New York, Pula, Labin.

1988 bis 2025 zahlreiche internationale Gruppenausstellungen u.a. in Wien, Graz, Linz, Bregenz, Schruns, Berlin, Stuttgart, Paris, Zürich, Bukarest, Moskau, Nizhny, Nowgorod, Athen, Istanbul, Sarajevo, Belgrad, Zagreb, Habana, Mexiko City, Santiago de Chile.

 

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag: 10 – 18 Uhr, Sonntag: 10 – 16 Uhr
Dauer der Ausstellung: 07.03.- 12.04.2026

„Labor“, 2023. (ProVis Labor, Umweltforschungszentrum / UFZ Leipzig), Fineartprint, 40x50cm, Holzrahmen weiß, Ed. 5+1. © Michael Goldgruber / Bildrecht, 2023

Infos & Tickets

Fr / 06.03.2026
19.30 Uhr
kunsthaus muerz