Valer Sabadus – Countertenor
Armonico Tributo Austria
Brigitte Täubl – Violine
Lotta Suvanto – Violine
Corina Golomoz – Viola da braccio
Barbara Fischer – Violone
Thomas Boysen – Theorbe & Barockguitarre
Marco Vitale – Cembalo
Lorenz Duftschmid – Leitung – Viola da gamba
Countertenor Valer Sabadus glänzt mit den reizendsten Scarlatti-Arien, die für „Pignattino“, den Kastraten aus der Steiermark, geschrieben wurden. In der Steiermark begann 1693 eine der großen Sängerkarrieren der Händel-Zeit: Der Soprankastrat Stefano Romani wurde vom Fürsten Johann Seyfried von Eggenberg engagiert und nahm Unterricht beim Kapellmeister Pignatta. Deshalb nannte er sich fortan „Pignattino“. Unter diesem Spitznamen hat er ein Vierteljahrhundert lang in den berühmtesten Opernhäusern Italiens gesungen: in Venedig, Neapel und Rom, Genua, Parma und Vicenza.
Gut 300 Jahre später singt sich der gebürtige rumänische Countertenor-Mezzo Valer Sabadus als Semira in Leonardo Vincis Oper „Artaserse“ in die Herzen des Publikums vom Théâtre des Champs-Elysées über das Theater an der Wien bis zum Concertgebouw Amsterdam. Zahlreiche Auszeichnungen später – darunter der International Classic Music Award und der Bayerische Kulturpreis – begeistert Valer Sabadus als Lied- und Operninterpret rund um den Globus.
Alessandro Scarlatti (1660–1725)
Aus „La Caduta de’ Decemviri“ Sinfonia: Allegro.
Adagio. Allegro Aria Icilio „Mio bene“
Aria Icilio „S’io non t’amassi tanto“ Aria Icilio „Ne i vezzi tu sei bella“
Aus „L’Eraclea“
Aria Damiro: „Io non dico che tu non sei bella“ Aria Damiro: „Io t’amo“
Aria Damiro: „Amor non trova un core“
Antonio Caldara (1670–1736)
Aus „La morte d’Abel“
Aria des Abel: „Quel buon pastor son io“
Alessandro Scarlatti
Aus „Il Primo Omicidio“
Sinfonia aus „Silenzio, aure volanti“ Aria Abelle: „Or se braman posar“ Sinfonia: Andante e staccato. Presto
Aria Voce di Dio: „Or di strage fraterna“
Aria Voce di Dio: „Come mostro spaventevole“ Recitativo Caino: „Signor se mi dal bando“ Aria Caino: „Miei genitori“
Antonio Vivaldi
Concerto in g, RV 156
Allegro
Pietro Romolo Pignatta (1636–1714)
Aus Cantata „Fuggite Amor, fuggite“
Recitativo „Fuggite Amor, fuggite“ Aria „Folli amanti“
Alessandro Scarlatti
Aus „Marc Attilio Regolo“ Concerto Grosso Nr. 1: Largo. Allegro Recitativo Attilio: „Vuoti di sangue“ Aria Attilio: „Son costante“
Recitativo stromentato Attilio: „Duri sassi“ Aria Attilio: „Ombre chiece“
Recitativo Attilio: „In queste spoglie“
Aria Attilio „Se del fiume chresce l’onda“
Valer Sabadus begann mit 17 Jahren seine Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in München und schloss seine Ausbildung als Mitglied der Bayerischen Theaterakademie August Everding 2013 in der Meisterklasse Musiktheater mit Auszeichnung ab. Internationale Bekanntheit erlangte Valer Sabadus 2012 für seine herausragende Interpretation als „Semira“ in Leonardo Vincis Oper „Artaserse“ an den Opernhäusern von Nancy, Lausanne und Köln, dem Theater an der Wien, dem Théâtre des Champs-Elysées, der Opéra Royal de Versailles und dem Concertgebouw Amsterdam. Seit dieser Zeit entwickelt sich seine internationale Karriere in vielfacher Weise in den Bereichen Konzert, Lied und Oper. Seine langjährigen Partner sind hierbei bekannte Alte Musik Ensembles wie La Cetra Barockorchester Basel, Concerto Köln, Freiburger Barockorchester, L’Arpeggiata, Akademie für Alte Musik Berlin, Kammerorchester Basel, Venice Baroque Orchestra, Cappella Mediterranea, die Accademia Bizantina, Il Pomo d’Oro, Les Talens Lyriques, Ensemble 1700 sowie Nuovo Aspetto und Dirigenten wie Leonardo García Alarcón, Ivor Bolton, Ottavio Dantone, Michael Hofstetter, Andrea Marcon, Alessandro de Marchi, Riccardo Minasi oder Christophe Rousset. Zu seinen Bühnen-Partner:innen zählen u. a. Dorothee Oberlinger, Christina Pluhar, Nuria Rial, Albrecht Mayer, Midori Seiler, Philippe Jaroussky und Julia Lezhneva. Dabei ist seine musikalische Neugier sehr groß, was sich in seinen genreübergreifenden, interdisziplinären und interkulturellen Projekten – dem Markenzeichen von Valer Sabadus – widerspiegelt. Zu diesen Programmen zählen z.B. „Songs of Love“ mit der syrischen Sängerin Dima Orsho und Musica Alta Ripa, eine Verbindung aus Musik von Henry Purcell und Komponisten aus dem Orient oder das Programm „Closer to Paradise“ mit der klassischen Band SPARK mit Sehnsuchtsklängen von Händel bis zur Kultband Rammstein.
Diese Projekte finden sich in seiner Diskographie wieder, wie beispielsweise „Café – Orient meets Occident“ (2012) und „Trialog – Music for the One God“ mit dem türkischen Pera-Ensemble (2013), „Alla Napoletana“ mit dem Ensemble L‘Arpeggiata (2021) oder „Closer to Paradise“ mit der klassischen Band SPARK (2022). Sie nehmen damit einen wichtigen Platz neben Oper, Konzert und Solo-Literatur in seiner umfang- und abwechslungsreichen Diskographie ein. Die inzwischen über 25 Produktionen bezeugen die große Palette seines künstlerischen Schaffens und reichen von frühbarocken Werken Claudio Monteverdis und Francesco Cavallis über die italienische Sakral- und Opernmusik des 18. Jahrhunderts, über Sergei Rachmaninoffs Vocalise bis hin zu expressionistischen und zeitgenössischen Werken, wie Enjott Schneiders Requiem „Im Namen der Rose“ (2012). Im Bereich der Opern-Einspielungen ist z.B. „Vinci: Artaserse“ mit Concerto Köln, Diego Fasolis, Philippe Jaroussky, Max-Emanuel Cencic, Franco Fagioli, Yuriy Myenko (2012), „Hasse: Didone abbandonata“ (2013) oder „Vinvi: Catone in Utica“ (2015) zu nennen. Mit „Hasse Reloaded“ (2011), „Pergolesi: Stabat Mater“ (2012), „To touch, to kiss, to die” u.a. mit Werken von Henry Purcell, John Dowland (2013), „Le belle immagini“ mit der Hofkapelle München (2014), „Caldara“ mit Nouvo Aspetto (2015), „Sacred Duets“ mit Nuria Rial und dem Kammerorchester Basel (2017), „Händel goes wild“ mit L’Arpeggiata (2017), „Caro Gemello“ – Farinelli und Metastasio mit Concerto Köln (2018), „Arias–Bach/Telemann“ mit dem Kammerorchester Basel (Sony Classical, 2021) und der zuletzt erschienenen CD „Francesco Bartolomeo Conti: Bravo! Bene!“ mit Nuovo Aspetto (2023) setzt Valer Sabadus eindrucksvolle Zeugnisse seiner solistischen Entwicklung. Bei den Opern-Produktionen war Johann Adolph Hasses „Didone abbandonata“ wegweisend. Bereits 2009 debütierte er als 23-Jähriger unter Riccardo Muti bei den Salzburger Pfingstfestspielen in der Produktion „Demofoonte“ (Niccolò Jommelli) und war damit auch beim Ravenna Festival und an der Opéra National de Paris zu erleben. Seitdem feierte Valer Sabadus große Erfolge u.a. in Schwetzingen, Frankfurt, Halle, Berlin, Dresden, Versailles, Aix-en-Provence, Wien, Paris, Genf und Amsterdam.
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Kartenpreise und Abos: Einzelkarten: 42€ / 32€, Abo: 163€ / 113€
Hinweis: „Änderungen des Programmes vorbehalten“
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