„So sehnend klang im Wald das Lied“

classic 22/23

Monika Hosp – Gesang
Mona Matbou Riahi – Klarinette
Pierre Douay – Klavier
Albert Hosp – Moderation


»So sehnend klang im Wald das Lied«

Ein Abend zwischen Persien und Europa

 

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Ghasel, Ghazel oder Ghazal – die unterschiedlichen Schreibweisen meinen alle dasselbe: Eine hoch-poetische literarische Form aus dem arabischen und persischen Raum, die seit 700 Jahren ihre lyrische Kraft verbreitet. Die Sehnsucht nach dem Orient ließ auch Europa in den leidenschaftlichen Versen der Ghazelen versinken. Goethe, Rückert und viele andere versuchten sich an der Form, die in den Werken legendärer Genies wie Dschelaladdin Rumi eine frühe Hochblüte erlebten. Zentraler Inhalt der Ghazelen ist die Liebe, sei es zu einer Gottheit oder zu einem Menschen.  Und sehr oft werden die Künste als Hilfsmittel zur Erfüllung der Sehnsucht beschworen: „Die Musik unseres Zusammenseins hat den Himmel zum Tanz bewegt.“ (Hafis, 14.Jahrhundert) „Willkommen deine Musik, die uns Tag und Nacht begleitet; erstirbt dieser Flötenton des Rohrs, werden wir schwinden.“ (Rumi, 13.Jh.) An diesem Abend soll die grenzüberschreitende kreative Kraft orientalischer Lyrik und ihre Verbindung mit europäischer Musik spürbar werden. Klavier, Klarinette, Gesang und Sprache finden sich zu allen möglichen Kombinationen zusammen, vom Solo bis zum Quartett, von im Moment entstehender Improvisation bis zum feinst gesponnenen Lied. Dabei reicht der Bogen von raren Namen wie Koechlin oder Szymanoswki bis zur berühmten Komponisten wie Schönberg oder Schubert. Dessen letztes Lied, „Der Hirt auf dem Felsen“, führt am Ende des Abends die drei Instrumente zu einer Hymne an die Natur und die Liebe zusammen.
 
Monika Hosp
Ausgebildet an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien, Diplome in Musikerziehung sowie Instrumental- und Gesangs-Pädagogik. Gesangsunterricht bzw. entscheidende vokale Impulse von: Ingrid Doll, Hilde Rössel-Majdan, Rotraud Hansmann, Bernarda Fink und Douglas Hines. Stimmbildung und Chorleitung bei der Chorschule Nano Titano, Stimmbilderin bei dern Wiener Sängerknaben, an diversen Musikschulen in Wien und Niederösterreich. Seit September 2021 freischaffende Sängerin und Gesangspädagogin.
Auftritte mit dem Ensemble der Kalvarienbergkirche unter Elisabeth Zottele (Händel – Jephtha Haydn – Die Schöpfung, Orff – Carmina Burana, Honegger etc.), mit dem Concentus Musicus unter Stefan Gottfried (Haydn – Nelson Messe), Otto Kargl, mit Bernarda Fink und Valentina Inzko-Fink, Davorin Mori (Mendelssohn – Elias, Franziskanerkirche Wien 1) u.v.a.
 
Mona Matbou Riahi 
2007 nach Wien zum Studium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst.
Klarinettistin und Komponistin in verschiedensten Projekten mit experimenteller und elektronischer Musik, freier Improvisation und Performance. Konzertiert europaweit mit: Naqsh Duo (Golfam Khayam), Gabbeh (Golnar Shahyar, Manu Mayr), Kry (Philipp Kienberger, Alexander Yannilos), Lukas Kranzelbinder, Mira Lu Kovacs u.v.a. Auftritte im Volkstheater, KHM Wien, etc.
CD “Narrante” (Naqsh Duo) bei ECM, 2015.
Seit 2018 als Klarinettenlehrerin am Zentrum für Musikvermittlung Wien 14.

Pierre Douay
Erster Klavierunterricht 1982 in Montreux / Schweiz.
Preisträger beim Schweizer Jugendmusikwettbewerb 1989.
1990 Fortsetzung des Studiums bei Roberto Szidon in München, danach an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Michael Krist.
Künstlerische Anregungen u.a. durch Nikita Magaloff, Karl Engel, Elisso Wirsaladze und György Sándor. Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker mit Partnern wie Claude Starck, Gottlieb Wallisch, Luiz Gustavo Carvalho, Kristin Lewis oder dem Kreisler Trio Wien. 2014 CD-Einspielung „Mosaïque“ mit der Cellistin Ana Topalovic.

Abert Hosp 
Ausbildung: 9 Jahre Blockflöte, 10 Jahre Violine, 2 Jahre Jazztheorie, 3 Jahre Musik- & Theaterwissenschaft, 1 Jahr Dirigieren & Chorleitung, 3 Jahre Gesang. Kein Diplom.
1990 – 2000 Chorleiter, Ensemble-Sänger & Solo-Sprecher in Werken zeitgenössischer Musik, bei Uraufführungen von Peter Androsch, Kurt Estermann, Hannes Heher, Alexander Stankovski,


Infos & Tickets

Sa / 24.09.2022
19.30 Uhr
kunsthaus muerz
€ 39