ZWISCHEN WALDESLUST UND HIMMELSKLANG

baroque 22/23

Daniel Johannsen – Tenor
Brigitte Täubl
– Violine
Paul Gulda
– Hammerflügel
Lorenz Duftschmid
– Basso di Viola

Kammermusik, Lieder, Solos und Duos aus Klassik und Romantik aus dem Umfeld des verwendeten originalen Hammerflügels von Conrad Graf, Wien 1824.
Werke von Johann Wenzel Kalliwoda, Franz Schubert, Robert Schumann und Ludwig van Beethoven

Das Programm ZWISCHEN WALDESLUST UND HIMMELSKLANG vereint den Klang der Natur mit Sternstunden der Europäischen Musikkultur des frühen 19. Jahrhunderts.  

Beethovens monumentale Violinsonate in D-Dur, Op. 12 Nr. 1 leitet über zu zwei sehr selten zu hörenden Liedern, „Frühlingsahnen“ und „Das Bächlein“ von Johann Wenzel Kalliwoda. Die darauf folgende Blumenballade „Viola“ von Franz Schubert ist eine Parabel auf die Liebe. Als Krönung des ersten Teils legt Paul Gulda mit dem Blumenstück von Robert Schumann einen bunten Blumenstrauß auf den originalen Hammerflügel von Conrad Graf (1824).

Der Himmelsklang von Beethovens zeitloser „Mondscheinsonate“ verschmilzt mit dem Zauber drei seiner schönsten Deutschen Liebeslieder um uns abschließend zu zeigen, dass Beethoven in seinen Liedern aus der Welt (WoO 158a ) der leichten Muse durchaus auch zugeneigt war. 

 

DANIEL JOHANNSEN
Der österreichische Tenor gehört zu den meistgefragten Evangelisten unserer Tage. Nach der Ausbildung zum Kirchenmusiker studierte er Gesang bei Margit Klaushofer und Robert Holl in Wien; er war Meisterschüler von Dietrich Fischer-Dieskau, Nicolai Gedda sowie Christa Ludwig und ist Preisträger des Bach-, Schumann-, Mozart- und Wigmore-Hall-Wettbewerbs.

Seit seinem Début 1998 führen ihn Auftritte als Konzert-, Lied- und Opernsänger mit Werken aller Epochen in die großen Musikzentren Europas, Nordamerikas (u. a. in die New Yorker Carnegie Hall) und Japans. Er ist zu Gast bei zahlreichen bedeutenden Festspielen (Styriarte Graz, George Enescu Festival Bukarest) und musiziert unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Hans-Christoph Rademann, René Jacobs und Philippe Herreweghe, zudem mit Orchestern wie etwa den Wiener Philharmonikern oder der Staatskapelle Dresden.

Auf der Bühne ist der lyrische Tenor, den Engagements etwa an das Münchner Gärtnerplatztheater, die Oper Leipzig oder die Volksoper Wien führten, mit Mozart-Partien, mit Werken des Barock, des 20. Jahrhunderts und der Moderne, aber auch in einigen Operettenrollen zu erleben. Im Liedbereich arbeitet der Sänger u. a. mit Graham Johnson und Charles Spencer zusammen. Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- sowie preisgekrönte CD-Aufnahmen dokumentieren seine künstlerische Arbeit.

Für 2021/22 stehen Konzerte bei den Bachfestivals von Montréal (mit Václav Luks) und Lausanne sowie die erste „Weihnachts-Oratorium“-Serie des neuen Leipziger Thomaskantors Andreas Reize mit dem Gewandhausorchester auf dem Programm. Liederabende führen den Tenor zur Schubertiade Israel. Als Evangelist wird er die Passionsserie rund um den 100. Geburtstag der Nederlandse Bachvereniging maßgeblich prägen.


BRIGITTE TÄUBL
erhielt ihre musikalische Ausbildung an der Musikhochschule Graz. Nach dem Abschluß 1987 wechselte sie an die Scola Cantorum Basiliensis, wo sie sich intensiv mit historischer Aufführungspraxis beschäftigte. Von 1989 – 1994 unterrichtete sie auch an diesem Institut. In dieser Zeit entwickelte sich der Kontakt zum Freiburger Barockorchester, in dem sie seit 1989 festes Mitglied ist. Mit diesem Orchester trat sie mit zahlreichen namhaften Musikern auf: Simon Rattle, Theodor Currentzis, Cecilia Bartoli, Kris Bezuidenhout, Thomas Quasthoff, Andreas Staier, René Jacobs, Trevor Pinnock, Kris Bezuidenhout, u.a. Sie wirkte auch in anderen Ensembles wie Hesperion XX unter Jordi Savall mit. Die Konzerttourneen führen sie rund um den Globus.
Gemeinsam mit ihrem Mann Lorenz Duftschmid gründete sie das Ensemble Armonico Tributo Austria, das sich im Besonderen mit österreichischer Barockmusik beschäftigt. Das Ensemble gastiert u.a. regelmäßig im Wiener Musikverein, bei der Styriarte Graz u.a. Festivals. Neben ihrer kammermusikalischen und Orchestertätigkeit engagiert sich die Künstlerin in der Musikvermittlung. In 8 Jahren hat sie mit ihrem Engagement den Grundstein dafür im Freiburger Barockorchester gelegt.

PAUL GULDA
* 1961, Wien als Sohn des Pianisten Friedrich Gulda und der Schauspielerin Paola Loew.
Seit 1979 Auftritte, ab 1982 internationale Karriere als Kammermusiker und Solist. Ebenso Erfahrungen als Bläser, Dirigent, Improvisator, sowie Zusammenarbeit mit (Volks-)Musikern aus aller Welt, Schauspielern, Literaten und Malern.
Sein Interesse an Klang und Stilistik führten ihn auch zu Hammerklavier, Orgel, Cembalo und Clavichord. Ab 2018 vielfach Aufführungen von Bach´s gesamtem Wohltemperiertem Klavier I.

Rund 30 CD-Veröffentlichungen. Mentor und Pädagoge, Meisterkurse in vielen Ländern;
Kompositionen für die Bühne, Vokalkompositionen.

Zivilgesellschaftliches Engagement (REFUGIUS Rechnitz). Davon ausgehend musikalische Projekte mit Schwerpunkt auf Minderheiten und kulturellem Dialog. Verstreute Essays und Publikationen in Programmen, Journalen, Medien.

© Chris Pichler

Kartenpreise und Abos: Einzelkarten: 39€/29€, Einzelabo: 158€/108€, Partnerabo: 283€       

Infos & Tickets

Mi / 31.05.2023
19.30 Uhr
kunsthaus muerz
€ € 39