Alter und neuer Antisemitismus

Geboren 1944 in Bad Hall als Sohn jüdischer Eltern, die im Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime tätig waren. Deportation der Eltern nach Auschwitz, Ermordung des Vaters. Die Mutter überlebte und fand 1945 ihren Sohn wieder. Besuch eines Bundesrealgymnasiums in Wien, wegen schlechter Führung vorzeitig entlassen. Abgebrochene Buchhändlerlehre im Wiener Verlag Globus; Reisen nach Paris und Schweden. Aufgewachsen im Umfeld der KPÖ und deren Jugendverbänden, holte er auf einer externen Wiener Maturaschule das Abitur nach und immatrikulierte in den Fächern Jura und Philosophie an der Universität Wien. Bis 1968 Wortführer der „Kommune Wien“, bis 1978 politische Tätigkeit in maoistischen Kreisen. Sein Schreiben hat frühe Wurzeln in lyrischen Versuchen in den späten fünfziger Jahren (u.a. im Wiener „Tagebuch“), einem Hörspiel für den Österreichischen Rundfunk (1968). Seinen Lebensunterhalt sicherte er durch zahlreiche Gelegenheitsjobs. Daneben entstanden Arbeiten für Film, Fernsehen und Rundfunk; seit 1986 ist Robert Schindel freier Schriftsteller in Wien, zu Beginn der achtziger Jahre trat er wieder in die israelitische Kultusgemeinde ein.

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Di / 15.06.2004

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