Arnold Schoenberg Chor
Erwin Ortner – Leitung
Orchester St. Augustin Wien
Ursula Langmayr – Sopran
Johanna Krokovay – Alt
Robert Bartneck – Tenor
Johannes Gisser – Bass
Peter Tiefengraber – Orgel
Der Arnold Schoenberg Chor und das Orchester St. Augustin Wien präsentieren unter Erwin Ortner Haydns berühmte Nelsonmesse sowie Werke von Bruckner und Haydn. Die „Missa in angustiis“, entstanden in den Wirren der napoleonischen Kriege, vereint dramatische Intensität mit strahlenden Trompetenklängen. Ein Abend, der von spiritueller Tiefe und festlicher Klangpracht getragen ist.
Der 1972 von seinem künstlerischen Leiter Erwin Ortner gegründete Arnold Schoenberg Chor zählt zu den vielseitigsten und gefragtesten Vokalensembles Österreichs. Sein Repertoire reicht von der Renaissance und Barockmusik bis zur Gegenwart mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik.
Joseph Haydn (1732-1809)
Salve regina in g Hob.XXIIIb:2
Anton Bruckner (1824-1896)
Os justi, Christus factus est, Ave Maria
Joseph Haydn
Missa in angustiis (Nelsonmesse in d-Moll), Hob.XXII:11
für Soli, Chor und Orchester
In Zusammenarbeit mit:
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Der 1972 von seinem künstlerischen Leiter Erwin Ortner gegründete Arnold Schoenberg Chor zählt zu den vielseitigsten und gefragtesten Vokalensembles Österreichs und ist seit 2006 Hauschor des „Neuen Opernhauses – Theater an der Wien“. Sein Repertoire reicht von der Renaissance und Barockmusik bis zur Gegenwart mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik. Besonderes Interesse des Chores gilt der A cappella-Literatur, aber auch große Chor-Orchester-Werke stehen immer wieder auf dem Programm.
2017 wurde der Arnold Schoenberg Chor bei den International Opera Awards in London als bester Opernchor des Jahres ausgezeichnet. Konzerteinladungen führen den Arnold Schoenberg Chor nach Asien und Amerika. Auch innerhalb Europas und in Österreich ist das Ensemble gern gesehener Gast bei Festivals wie u. A. Wiener Festwochen, Salzburger Festspiele, Wien Modern, Carinthischer Sommer, styriarte Graz und anderen.
Die fast 40 Jahre währende Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt wurde 2002 mit einem Grammy für die Aufnahme von J.S. Bachs „Matthaus-Passion“ gewürdigt. Weitere Aufnahmen mit Nikolaus Harnoncourt umfassen Alben mit Kantaten J.S. Bachs (Grammy-Nominierung 2010), Oratorien von Händel und Haydn sowie „geistliche Musik“ von W.A. Mozart, ergänzt durch Produktionen wie Gershwins „Porgy and Bess“ und schließlich der letzten CD Produktion von Harnoncourt, der „Missa solemnis“ von Beethoven, 2016. In der eigenen CD-Edition des Chores erschien zuletzt eine Aufnahme mit Reger Motetten und geistlichen Gesängen: „Die Nacht ist kommen“.
Erwin Ortner, in Wien geboren, war Mitglied der Wiener Sängerknaben unter Ferdinand Grossmann und studierte später an der Wiener Musikhochschule (unter anderem bei Hans Swarowsky und Hans Gillesberger). Von 1980 bis 2016 lehrte Erwin Ortner als ordentlicher Professor für Chorleitung und chorische Stimmbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, in
den Jahren 1996 bis 2002 war er Rektor dieser Universität. Erwin Ortner ist Gründer und künstlerischer Leiter des Arnold Schoenberg Chores. Von 1983 bis zu seiner Auflösung 1995 war er auch künstlerischer
Leiter des ORF-Chores. Zahlreiche Einspielungen und Preise dokumentieren eine enge, über vier Jahrzehnte andauernde Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt und dem Concentus Musicus Wien. Bei der Grammy-Verleihung 2002 ging die Auszeichnung in der Kategorie „Beste Choraufführung“ an die Aufnahme von Bachs Matthäus-Passion unter Nikolaus Harnoncourt mit dem Arnold Schoenberg Chor. In dieser Kategorie werden der Orchesterdirigent und der Chorleiter ausgezeichnet.
Als Dirigent führten ihn Projekte gemeinsam mit Maurizio Pollini nach New York, Paris, Tokyo, Rom und Salzburg. Regelmäßige Einladungen von Orchestern, Opernhäusern und Konzertveranstaltern (RSO-Wien, Camerata Salzburg, Deutsche Staatsoper Berlin, Theater an der Wien, Salzburger Festspiele, Mozartwoche Salzburg, Musikverein Wien, Wiener Konzerthaus u.a.) dokumentieren seine zahlreichen Engagements als Gastdirigent und seine vielseitige Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Neben seiner umfangreichen Tätigkeit als Dirigent und Chorleiter ist Erwin Ortner auch bei renommierten Kursen für Chor- und Orchesterleitung weltweit gefragter Dozent. Im Jahr 2010 übernahm er die künstlerische Leitung der seit dem Jahr 1498 bestehenden Wiener Hofmusikkapelle.
Im Orchester von St. Augustin unter der Konzertmeisterin Johanna Sulzgruber und ihrem Stellvertreter Adrian Roman finden Damen und Herren aus dem Bühnenorchester der Wiener Staatsoper, seltener aus dem Verein der Wiener Philharmoniker, aus dem RSO Wien, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem Orchester der Bühne Baden und der vereinigten Bühnen Wiens, sowie freiberufliche Musiker:innen zusammen. Solistisch kann man in St. Augustin sowohl aufstrebende, junge Künstler:innen wie auch Damen und Herren aus Staats- und Volksoper erleben. An der Orgel wirken die Titularorganisten Prof. Wolfgang Capek und Robert Kovács und werden von Elke Eckerstorfer unterstützt. Die Hochämter mit Chor und Orchester von St. Augustin finden jeden Sonn- und Feiertag um 11:00 Uhr statt.
Die Sopranistin Ursula Langmayr wurde in Linz geboren und studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Mozarteum bei Ingrid Janser-Mayr und Wolfgang Holzmair. Zusätzlich besuchte sie Meisterkurse bei Jean Blivet, KS Robert Holl und Margreet Honig. Die engagierte Sängerin kann auf rege Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten, Orchestern und Künstlern wie u.a. Dennis Russell Davies, Silvain Cambreling, Emilio Pomàrico, Jonathan Nott, Ricardo Chailly, Johannes Kalitzke, Beat Furrer, Russell Ryan, Paul Gulda, Erwin Ortner, dem Klangforum Wien, dem Brucknerorchester, dem Ensemble Recherche, den Wiener Philharmonikern, dem RSO, dem Orchester des bayrischen Rundfunks, bei nationalen und internationalen Festivals (wie zum Beispiel Wien Modern, Wiener Festwochen, steirischer herbst, styriarte, Bregenzer Festspiele, Salzburger Festspiele, Carinthischer Sommer, Holland Festival, märzmusik Berlin, Warsaw autumn, Wagner Festival Wels, Festival Kauniainen Finnland, Schwäbischer
Musikfrühling u.a.) verweisen. Auftritte mit dem ORF Radio-Symphonie Orchester Wien unter Cornelius Meister, den Wiener Symphonikern unter Erwin Ortner, dem Klangforum Wien unter Sylvain Cambreling, Emilio Pomàrico und Johannes Kalitzke, dem Brucknerorchester Linzunter Dennis Russell Davies, dem BR Münchner Rundfunkorchester unter Riccardo Chailly oder dem Auckland Philharmonia Orchestra belegen ihre internationale Tätigkeit als Konzertsängerin.
Liederabende, unter anderem mit Johanna Krokovay und Clemens Zeilinger, Opernauftritte und Konzerte im Oratorienbereich sind der Sopranistin ein wichtiges Anliegen. Konzerteinladungen und Tourneen in die USA, nach Japan, China, Russland, Neuseeland, Italien, Slowenien, Schweiz, Deutschland, Luxemburg, Finnland, Polen, Bulgarien, Zypern, Serbien und Bosnien runden ihre künstlerische Arbeit ab. Seit 2016 lehrt sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst mdw in Wien.
Johanna Krokovay, in Baden bei Wien geboren und machte erste musikalische Erfahrungen in der familiären Hausmusik. Derzeit arbeitet sie mit Ursula Langmayr. Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie z.B. Nikolaus Harnoncourt, Dennis Russel Davies, Daniel Harding, Leo Hussain, Erwin Ortner, Salomon Kamp, Stefan Gottfried, Rani Calderon, Ingmar Beck und Cornelius Meister. Einladungen und Auftritte im Wiener Musikverein, dem Wiener Konzerthaus, am Theater an der Wien, der Wiener Kammeroper, dem Grand Theater in Aix en Provence, dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern, der Zeneakadémia in Budapest, der Bulgaria Philharmonic Hall Sofia, der Meistersingerhalle in Nürnberg, der Kathedrale St. Gallen in der Schweiz oder auch den Internationalen Harnoncourt Tagen. Ihr Standardrepertoire beinhaltet hauptsächlich den Bereich Lied und Oratorium mit Werken wie den großen Liederzyklen z.B. Schuberts oder Schönbergs aber selbstverständlich ebenso Werke wie Messiah (Händel), Matthäuspassion, Johannespassion, h – moll Messe, Weihnachtsoratorium (Bach), Stabat mater (Dvořák und Haydn), Elias, Paulus und Lobgesang (Mendelssohn – Bartholdy), das Paradies und die Peri (Schumann) und vieles mehr. Ein Liederabend mit Duetten, zusammen mit Ursula Langmayr und Clemens Zeilinger, rundet in den letzten Monaten ihren musikalischen Alltag ab.
Der vielseitige Sänger und Musiker Johannes Gisser erhielt seinen ersten Klavierunterricht mit fünf Jahren. Nachhaltige musikalische Erfahrungen sammelte er als Mitglied der Wiener Sängerknaben in der Zeit von 1975-1979. Daneben lernte er Klavier, Geige und Klarinette. Nach der Matura am Wiener Musik Gymnasium studierte er Musikerziehung an der Hochschule für Musik in Wien mit den Hauptfächern Klavier (Prof. Anna Pfeiffer) und Gesang (Professor Uwe C. Harrer, Prof. Kurt Hofbauer). Diplom Prüfung mit Auszeichnung 1991. Seit 1997 ist Johannes Gisser Mitglied des Wiener Staatsopernchores und tritt als solches auch immer wieder solistisch in Erscheinung. Höhepunkte dieser Art waren: Jerusalem „Soldat“ beim Gastspiel an der Mailänder Scala 2001 – Zubin Mehta, Fidelio „2. Gefangener“ bei den Salzburger Festspielen 2009 – Daniel Barenboim;
Neben seiner Tätigkeit in der Wiener Staatsoper ist ihm vor allem die Kirchenmusik ein großes Anliegen. Er ist zudem seit 2003 Solist der Wiener Hofmusikkapelle. So ist er immer wieder in Messen und Oratorien zu hören. Im Dezember 2016 sang er die Basspartie in Haydns Paukenmesse unter Zubin Mehta. Die Bass – Solopartien von Messiah (Händel), Johannespassion, Weihnachtsoratorium (Bach), Schöpfung (Haydn) und Mozart Requiem gehören ebenso zu seinem Repertoire wie Mendelssohns Elias, Verdis Messa da Requiem und Schuberts Liederzyklus, Winterreise und Schwanengesang. Seit 2012 ist er Mitglied der „Wiener Comedian Harmonists“, einem Ensemble, das die Lieder der Comedian Harmonists in den Originalarrangements mit großem Erfolg auf die Konzertbühne bringt. Zunächst war er hier als Pianist, ab 2015 als 1. Bariton engagiert. Zahlreiche Auftritte im In- und Ausland. Eine weitere künstlerische Vorliebe ist ihm die Pflege des Wienerliedes, wobei er sich beidiesen Auftritten sehr erfolgreich selbst am Klavier begleitet.
Dem Opernpublikum präsentiert sich der junge Tenor Robert Bartneck mit lyrischem Timbre und spielerischem Ausdruck. Auf dem Konzertpodium zeigt der in Hannover geborene Sänger sein breit gefächertes Repertoire oratorischer Werke und seine Leidenschaft für das Kunstlied. Zu seinen gesungenen Partien zählen unter anderem Ferrando (Così fan tutte), Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail), Prunier (La Rondine), Camille de Rosillon (Die lustige Witwe), Alfred (Die Fledermaus), Orpheus & Pluto (Orpheus in der Unterwelt) und Brighella (Ariadne auf Naxos).
Einen besonderen Höhepunkt in der Karriere des jungen Tenors markiert ein Engagement in das Ensemble der Wiener Staatsoper, wo er von 2020 bis 2023 mit vielen namhaften Dirigenten, wie Philippe Jordan, Adam Fischer, Franz Welser-Möst, Bertrand de Billy, Pablo Heras-Casado, Cornelius Meister, Axel Kober oder Alexander Soddy zusammenarbeiten konnte. Hier stand er u.a. als Don Basilio (Le nozze di Figaro), Monostatos (Die Zauberflöte), Lukas (DieJahreszeiten), Eumete (Il ritorno d’ulisse in patria), Remendado (Carmen), Gaston (La Traviata), Tschekalinski (Pique Dame), Victorin (Die tote Stadt), Dr. Blind (Die Fledermaus) oder als Junger Diener (Elektra) auf der Bühne. Weitere Engagements führten ihn an die Volksoper Wien, das Meininger Staatstheater, die Oper Graz, das Theater Magdeburg, das Theater Sankt Gallen und das Stadttheater Klagenfurt. Weiters war zu Gast bei Festivals, wie dem Lehárfestival Bad Ischl oder den Donaufestwochen im Strudengau, wo er mit dem L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg als Prinz Ali in Haydns Oper L’Incontro improvviso erfolgreich war.
Als Konzertsänger verfügt Robert Bartneck über ein breit gefächertes Repertoire von zahlreichen Werken Bachs, Händels Messiah, Haydns Schöpfung oder Jahreszeiten, den wichtigen Werken Mozarts, Mendelssohns Elias, Rossinis Petite Messe Solennelle bis hin zu Verdis Messa da Requiem oder Orffs Carmina Burana. Dabei führen ihn seine Auftritte unter anderem in den Wiener Musikverein, das Brucknerhaus in Linz, den Musikverein Graz, das Konzerthaus Klagenfurt, den Vatroslav-Lisinksi-Saal in Zagreb, den Musikverein Zagreb, das Teatro Verdi in Florenz und die Franz-Liszt-Akademie in Budapest.Im Rahmen zahlreicher Liederabende konnte der Sänger außerdem seine besondere Verbundenheit mit dem Kunstlied unter Beweis stellen. Speziell seine Interpretationen von Liedern Franz Schuberts sind dabei hervorzuheben. Robert Bartneck studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Seine Gesangsausbildung begann er bei Ulf Bästlein und schloss sie bei Elisabeth Batrice ab. Zahlreiche Meisterkurse – u.a. bei Brigitte Fassbaender, Kurt Equiluz, Angelika Kirchschlager oder Charles Spencer – ergänzen seine Ausbildung.
Peter Tiefengraber wurde 1991 geboren und wuchs in Pinkafeld (Burgenland/Österreich) auf. Nach Unterricht bei seinem Onkel (Klavier) und an der örtlichen Musikschule (Orgel), war er ab 2005 an der Kunstuniversität Graz, Institut Oberschützen, als außerordentlicher Student immatrikuliert. Seine Studien absolvierte er dann an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Hier studierte er Musiktheorie (bei Gesine Schröder), Orgel-Konzertfach (bei Pier Damiano Peretti; Diplomprüfung 2017 „mit Auszeichnung“) und katholische Kirchenmusik (bei Thomas Kiefer, Johannes Ebenbauer und Wolfgang Sauseng; MA-Prüfung „mit Auszeichnung“ im Oktober 2021). Zusätzlich studierte er am Joseph Haydn Konservatorium Eisenstadt Orgel-Instrumentalpädagogik (bei Ulrike Theresia Wegele). Künstlerisch inspirierend waren Orgel-Meisterkurse bei Michael Radulescu, Ludger Lohmann, Jon Laukvik, Jürgen Essl, Luigi Ferdinando Tagliavini, Jean-Claude Zehnder und Michel Bouvard.
Konzertant durfte er in mehreren Ländern Europas, sowie bei Fernseh- und Rundfunkmessen und mit dem RSO Wien, sowie dem Tonkünstler-Orchester auftreten. Als Musiktheoretiker veröffentlichte er einige Beiträge in Fachzeitschriften und war im Studienjahr 2017/18 als Lehrbeauftragter für Tonsatz an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig tätig. Die Oe1-Talentebörse widmete dem jungen Künstler im November 2018 ein Portrait.
Seit September 2021 ist er hauptamtlich als Kirchenmusikdirektor für sämtliche musikalische Belange an der Wiener Augustinerkirche verantwortlich und wurde 2024 zum Landeschorleiter des Burgenlands bestellt.
Kartenpreise und Abos: Einzelkarten: 49€ / 39€, Abo: 228€ / 158€
Hinweis: „Änderungen des Programmes vorbehalten“
(c) Foto: Nicole Seiser