Oswald Wiener: Der Stand der Denktheorie

Symposion und Literaturfest

1.– 4.7.2021

Konzept: Thomas Eder

Aus der Kunst kommend und notgedrungen zum Forscher geworden, hat Oswald Wiener seit seinen Anfängen als Dichter den Weg zum Verständnis und zur Beschreibung des menschlichen Denkens gesucht. Seine Denktheorie ist in den letzten fünfzig Jahren auf der Basis von Selbstbeobachtung entstanden, so unterschiedliche und scheinbar überschnittfreie Gegenstandsbereiche wie die Dichtung und die Automatentheorie sind ihm dabei Ausgangs- und Absetzungspunkte seiner eigenen Theorie gewesen. Daraus resultiert Wieners doppelt exzentrisch scheinender Ansatz, künstlerische Forschung nicht als Gegensatz zur diskursiven Wissenschaft zu begreifen oder die Informatik mit der Selbstbeobachtung zu verbinden.

Bei dem Symposion soll der Stand der Denktheorie durch die Beiträge von Forschenden aus seinem Umfeld dargestellt werden. Zudem werden Freunde und Wegbegleiter Kurzvorträge zu ihrem Verhältnis zu Person und Werk Oswald Wieners halten. Oswald Wiener führt einen Workshop mit technischen Übungen zum Zeichenbegriff durch und hält einen Vortrag zum Stand seiner Denktheorie.

Um den Livestream zum Symposium ansehen zu können, schreiben sie bitte eine Mail an:

thomas.eder@univie.ac.at

Programm

Donnerstag, 1.7.2021

kunsthaus muerz

18.00 Uhr

Begrüßung

Nicola Cipani: Das Gegenteil eines Blitzes (Vortrag)

Nils Röller: Indienfahrer (Kurzvortrag)

 

Freitag, 2.7.2021

kunsthaus muerz

10.00 – 12.00 Uhr

Oswald Wiener: Zeichenmagie (technische Übungen zum Zeichenbegriff)

14.00 – 16.30 Uhr

Michael Schwarz: Kognitive Zeichen und Netzwerke – Probleme der Implementation (Vortrag)

Thomas Raab: Versuch über die Erinnerung. Was liefert das Vorbewusste? (Vortrag)

Cornell Schreiber und Thomas Raab: Gespräch über „Erinnerung – Embodiment – Elbstbeobachtung“

17.00 – 20.00 Uhr

Stefan Schneider: Körperwahrnehmung in Somatischer Körperarbeit (Vortrag)

Thomas Eder: Hölderlin-Selbstbeobachtung (Vortrag)

Franz Josef Czernin: One or two Cultures? (Vortrag)

 

Samstag, 3.7.2021

kunsthaus muerz

10.00 – 12.30 Uhr

Johannes Ullmaier: Too late, too little? Wann sieht wer oder was beim Selbstbeobachten wen oder was? (Vortrag)

Benjamin Angerer: Krokodile höherer Ordnung: Die Rolle von Metaphern im Auffassen komplexer Gegenstände (Vortrag)

Rolf Winnewisser: aufgeräumte Animation, ein Film mit Anmerkungen zum „Auge des Malers (Kurzvortrag + Film)

14.30 – 16.00 Uhr

Tanja Gesell: Gewebedegeneration. Re-Dekodierung von Strukturen (Vortrag) 

František Lesák: Die erwiderte oder verschmähte Liebe zur Geometrie (Kurzvortrag) 

Ernst-Wilhelm Händler: Literatur und Wissenschaft (Kurzvortrag) 

17.00 Uhr

Oswald Wiener: Stand der Überlegung (Vortrag)

 

Sonntag, 4.7.2021

10.00 – 12.00 Uhr

Runder Tisch

 

Aufgrund der aktuellen Vorschriften sind für die Veranstaltungen Platzreservierungen unter kunst@kunsthausmuerz.at oder von Mo. – Fr. von 10.00 bis 15.00 Uhr unter +43 3852 56200 erforderlich. Alle Veranstaltungen erfolgen unter Einhaltung der jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften.

 

Infos & Tickets

Do / 01.07.2021  - So / 04.07.2021
kunsthaus muerz

Ähnliches

Do / 25.11.2021