Oswald Wiener: Der Stand der Denktheorie

Symposion und Literaturfest

Aus der Kunst kommend und notgedrungen zum Forscher geworden, hat Oswald Wiener seit seinen Anfängen als Dichter den Weg zum Verständnis und zur Beschreibung des menschlichen Denkens gesucht. Seine Denktheorie ist in den letzten fünfzig Jahren auf der Basis von Selbstbeobachtung entstanden, so unterschiedliche und scheinbar überschnittfreie Gegenstandsbereiche wie die Dichtung und die Automatentheorie sind ihm dabei Ausgangs- und Absetzungspunkte seiner eigenen Denktheorie gewesen. Daraus resultiert Wieners doppelt exzentrisch scheinender Ansatz, künstlerische Forschung nicht als Gegensatz zur diskursiven Wissenschaft zu begreifen oder die Informatik mit der Selbstbeobachtung zu verbinden.

 

Zum 85. Geburtstag Oswald Wieners soll bei dem Symposion der Stand der Denktheorie durch die Beiträge von Forschenden aus seinem Umfeld dargestellt werden. Zudem werden Freunde und Wegbegleiter Kurzvorträge zu ihrem Verhältnis zu Person und Werk Oswald Wieners halten. Den Hauptvortrag zum Stand seiner Denktheorie hält Oswald Wiener.

 

Donnerstag, 29.10.2020
kunsthaus muerz, webernsaal
18.00 Uhr
Begrüßung
Eröffnungsvortrag Oswald Wiener (Kapfenstein): Stand der Überlegung


Freitag, 30.10.2020
kunsthaus muerz, webernsaal

10.30 – 13.00 Uhr
Nicola Cipani (Italien): Das Gegenteil eines Blitzes (Vortrag)
Thomas Eder (Wien): Hölderlin-Selbstbeobachtung (Vortrag)
Franz Josef Czernin (Rettenegg): One or two Cultures? (Kurzvortrag)

15.00 – 17.30 Uhr
Michael Schwarz (Berlin): Kognitive Zeichen und Netzwerke – Probleme der Implementation (Vortrag)
Thomas Raab (Wien): Versuch über die Erinnerung. Was liefert das Vorbewusste? (Vortrag)
Cornell Schreiber (Wien) und Thomas Raab: Gespräch über „Erinnerung – Embodiment – Elbstbeobachtung“
František Lesák (Wien): Die erwiderte oder verschmähte Liebe zur Geometrie (Kurzvortrag)

18.30 – 20.00 Uhr
Johannes Ullmaier (Mainz/Stockerau): Too late, too little? Wann sieht wer oder was beim Selbstbeobachten wen oder was? (Vortrag)
Walter Fähndrich (Schweiz): Soup imiliti biükjtry sop! (Kurzvortrag)

Samstag, 31.10.2020
kunsthaus muerz, webernsaal

10.00 – 13.00 Uhr
Stefan Schneider (Wien): Körperwahrnehmung in Somatischer Körperarbeit (Vortrag)
Benjamin Angerer (Osnabrück): Krokodile höherer Ordnung: Die Rolle von Metaphern im Auffassen komplexer Gegenstände (Vortrag)
Rolf Winnewisser (Schweiz): WELLENZEILEN (Kurzvortrag)
Rosa Barba (Berlin): The Color Out of Space (Kurzvortrag)

15.00 – 17.00 Uhr
Tanja Gesell (Wien): Gewebedegeneration. Re-Dekodierung von Strukturen (Vortrag) 
Nils Röller (Zürich): Indienfahrer (Kurzvortrag) 
Ernst-Wilhelm Händler (München): Literatur und Wissenschaft (Kurzvortrag)

Sonntag, 1.11.2020
10.00 – 12.00 Uhr
Runder Tisch

Infos & Tickets

Do / 29.10.2020  - So / 01.11.2020
18.00 Uhr
kunsthaus muerz