PETRA STERRY »Die Kohärenz der Flüchtigkeit«

In ihrer aktuellen Einzelausstellung am kunsthaus muerz untersucht die Künstlerin Petra Sterry Stimmungen und Emotionen und geht dabei der Frage nach, in wieweit das Merkmal der Flüchtigkeit als deren Grundprinzip definiert werden kann. Die von Sterry zur Diskussion gestellte Phänomenologie nimmt Bezug auf die intrinische Natur von Stimmungen und Emotionen, die ihre Entsprechung in einer Zeichnung der flüchtigen Form findet. Das Prinzip des Flüchtigen ist inkorporiert: Es ist die Kohärenz der Internalisierung und vollzieht sich beim Akt des Zeichnens. Der Brüchigkeit großformatiger Gesichter (2013), ihrem Wesen in wenigen Pinselstrichen zusammengeführt, stehen Momentaufnahmen der inneren Befindlichkeit (2010) gegenüber. Den phänomenalen Eigenschaften von Stimmungen und Emotionen geht eine Serie von 40 Zeichnungen (2010) nach, entstanden als lose Abfolge verschiedener Wesensausdrücke. Das Unvermögen des Individuums Gefühle, beispielsweise solche der (Todes-)Angst, adäquat vermitteln zu können, ist Thema der Arbeit »Unvermittelbarkeit der Unmittelbarkeit«. Das Prinzip der Verflüchtigung ist hier mit umgekehrten Vorzeichen zu sehen – Verflüchtigung als Unmöglichkeit der Fassbarkeit und Eingrenzung. Die Befragung auf substantielle Eigenschaften von psychischer Befindlichkeit und inwieweit diese miteinander verschränkt sind, ist Gegenstand der aktuellen Werkgruppe »Elastic Punch«, deren Auftakt die hier vorgestellten 5-teiligen Serien »Es« (2015) und »It« (2015) bilden. In der narrativen Geschlossenheit wird eine Perspektive des Wie-es-sich-anfühlt entworfen und nimmt Bezug auf das subjektive Erleben. Das Ich der Emotionen erzählt sich gleichsam selbst. [b]Dauer der Ausstellung: bis Sonntag, 27. März 2016 Öffnungszeiten: Donnerstag – Samstag: 10 – 18 Uhr, Sonntag: 10 – 16 Uhr freier Eintritt [/b]

Infos & Tickets

Fr / 04.03.2016  - So / 27.03.2016
16.00 Uhr
kunsthaus muerz / walter buchebner saal

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