Wissenschaft und Ethik

Geboren 1936 in Wien, Studium Mathematik-Physik an der Universität Wien, 1966 Habilitation in theoretischer Physik an der Universität Wien und Göteborg Forschungsjahre in Genf (CERN), Virginia (USA), Göteborg (Schweden) und Bonn. Vortragsreisen in Europa, USA, Naher Osten, Japan und China. Seit 1971 Professur an der Universität Wien, Vorstand des Instituts für theoretische Physik, seit Oktober 2004 Emeritus. Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin, Mitglied der New York Academy of Science und Fellow der World Innovation Foundation. Um die Bedeutung naturwissenschaftlichen Denkens zu verstehen, muss man bis an den Beginn des systematischen Denkens zurückgehen, bis in das griechische Altertum. Aristoteles gilt als der Begründer abendländischer Wissenschaft mit seiner Beschreibung der Welt als Ganzes. Als Charakteristikum der Neuzeit mag gelten, dass ein neuer Zugang zur Frage nach der Wahrheit gefunden wurde: die Verbindung von Denken und Handeln, was auch die Grundidee der Naturwissenschaft ist, das Wechselspiel von Theorie und Experiment. Das Experiment muss konkrete Forderungen erfüllen, um Allgemeingültigkeit anstreben zu können, es muss verlässlich sein. Wenn das Ergebnis einer Handlungskette mit Sicherheit eintritt, obliegt dem Ausführenden Sorgfaltspflicht. Wenn aber Entscheidungen zu treffen sind, deren Konsequenzen nicht oder nicht mit Sicherheit abgeschätzt werden können, muss Verantwortung übernommen werden, jene ethische Einstellung, die im zwischenmenschlichen Bereich gefordert ist.

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Di / 31.01.2006

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