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«Junge Klänge - Ohren auf!»

dienstag / 27. mai 2014 / 19.30 uhr
kunsthaus muerz

Junge Klänge - Ohren auf!
SchülerInnen der Musikschulen Kindberg und Mürzzuschlag spielen Neue Musik.


Mauricio Kagel (1931-2008) Fanfanfaren für vier Trompeten
I. Vivace
II. Allegretto
Sonja Hinterleitner, Lukas Hirzberger, Philipp Kartusch, Phillip Knezevic, Trompete

Katharina Schirk (*1989) Das Hammerwerk für Klavier vierhändig
Elisabeth Gebeshuber und Amina Enkhbayar, Klavier

Paul Hindemith (1895-1963) Ludus minor für Klarinette und Violoncello
Fuga prima ex C,
Interludium,
Fuga secunda ex G
Bianca Illmaier, Klarinette und Elena Ellmeier, Violoncello

Alexander Stankovski (*1968): Drei Stücke für Violoncello solo
Quinten und so
II. Trauriger Regen
III. Das Wutmonster
Elena Ellmeier, Violoncello

Francis Poulenc (1899-1963) Sonate für B- und A-Klarinette
Allegro-Andante-Vif
Alexander Kienleitner und Johanna Stolz, Klarinette

Benjamin Britten (1913-1976) Fanfare for St. Edmundsbury für drei Trompeten
Sonja Hinterleitner, Lukas Hirzberger, Michael Koller, Trompete

Bohuslav Martinu (1890-1959) I. Colombine tanzt
II. Colombine singt für Klavier
Amina Enkhbayar, Klavier

Lucio Amanti (*1977) Jazz-Suite für Violoncello solo
Groove I
Philipp Kartusch, Violoncello

Jenö Takacs (1902-2005) Dialog aus den fünf Stücken op.112 für zwei Klarinetten
Alexander Kienleitner und Johanna Stolz, Klarinette

Huw Watkins (*1976) Romance für Violine und Klavier
Laura Hirschler, Violine und Bernhard Hirzberger, Klavier

Karl Heinz Essl (*1960) 7x7 fo(u)r saxophones,
Musical mobile for saxophone quartet
Ensemble "four saxxes" mit Bernadett Györkös, Chiara Weirer, Hannah Rudischer
und Werner Gamsjäger


Die Jugend ist die Zukunft! Das ist ein Stehsatz, aber er ist deswegen noch lange nicht falsch. Mag es auch im Musikland Österreich kriseln: An den Musikschulen wird eine unschätzbare Arbeit geleistet - und junge Menschen sind für Neues in der Regel offen. Was liegt da näher, als sie auch mit der reichen Tonsprache unserer Zeit vertraut zu machen? In der Musikgeschichte war es selbstverständlich, eigene Stücke für Kinder und Jugendliche zu schreiben, und das ist es zum Glück bis heute geblieben, so dass die Instrumentalschülerinnen und -schüler nicht nur auf Werke wie das "Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach" oder Robert Schumanns "Album für die Jugend" zurückgreifen können. Es gibt viel zu viele Stücke, die sich kindisch verstellen und die jungen Menschen unterschätzen. Aber es ist ein Glücksfall, wenn solche Musik mit demselben Ernst geschrieben wird wie die "für die Großen". Das schließt Heiterkeit nicht aus, macht sie aber für alle Altersstufen interessant. In der klassischen Moderne haben es Paul Hindemith, Bohuslav Martinu oder Francis Poulenc verstanden, Stücke zu komponieren, die weniger schwierig zu spielen sind, aber deswegen nicht simpel daherkommen, sondern ebenso reizvoll sind wie ihre großen Werke. Und auch unter unseren Zeitgenossen gibt es einige, die auf sehr verschiedener Weise es verstehen, Wege zu den von ihnen erschlossenen Klangwelten zu ebnen, die sich auch für junge Spielerinnen und Spieler eignen. Alexander Stankovski überrascht etwa damit, dass er aus einfachen Grundmustern unerhörte Klangverbindungen schafft. Lucio Amanti unternimmt einen Versuch, die barocke Tanzsuite in Jazzstill zu verwandeln. Karlheinz Essl holt aus den vier Saxophonen in "7x7" mitunter auch das Innenleben der Klänge heraus, in einer nach unkonventionellen Spielregeln ablaufenden Quasi-Improvisation.

Daniel Ender




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