literatur

Alfred Kolleritsch | «manuskripte»
Symposium und Literaturfest

20. bis 22. september 2013
kunsthaus muerz / clix

Alfred Kolleritsch hat wie kaum ein anderer als Herausgeber der «manuskripte» die deutschsprachige Literatur seit den frühen 1960er Jahren geprägt. Die Gedichte und Prosa von Alfred Kolleritsch haben ihren unverwechselbaren Ort in der Dichtung. Sie sind an Heidegger und dennoch auch an der Sprachskepsis orientiert.

Das Symposium und Literaturfest wird dem Werk des Autors Alfred Kolleritsch in Vorträgen ebenso nachspüren, wie es seine Tätigkeit als Herausgeber der «manuskripte» nachzeichnet und kontextualisiert. AutorInnen und Freunde Kolleritschs lesen an den Abenden aus ihren Werken, Verleger, Veranstalter, Lektoren und Kritiker diskutieren über Kolleritschs Rolle für die deutschsprachige Literatur. Und in den Abendlesungen besteht Gelegenheit, dem Autor Alfred Kolleritsch zu begegnen.

Alfred Kolleritsch, geboren am 16.2.1931 in Brunnsee/Steiermark, wuchs dort auf; sein Vater war Forstverwalter im Schloss Brunnsee. Bis 1950 besuchte er als Internatsschüler eine Grazer Mittelschule, studierte dann in Graz Geschichte, Germanistik und Philosophie. Seit 1958 bis zu seiner Pensionierung im Schuldienst. Als Gründungsmitglied der Grazer Künstlervereinigung «Forum Stadtpark» seit 1960 Herausgeber der Literaturzeitschrift «manuskripte» (zusammen mit dem Maler Günter Waldorf), von 1968-1995 Präsident des Forums. Korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.



Programm:

Freitag, 20. September 2013

14.00 uhr
Manfred Mixner
Alfred Kolleritsch: Befremdung - Beheimatung. Zwei Spannungspole im Roman
«Die grüne Seite» von Alfred Kolleritsch

15.00 uhr
Harald Miesbacher
Palastrevolution auf steirisch. Ein kurzer Einblick in das
literaturpolitische steirische Brauchtum

16.00 uhr
Klaus Kastberger
Briefe an Coleridge. Ein Medley

17.30 uhr
Gerhild Steinbuch
Wilhelm Hengstler
Richard Obermayr
Klaus Hoffer
Lesungen

19.30 uhr
Alfred Kolleritsch
Lesung



Samstag, 21. September 2013

9.30 uhr
Michael Hammerschmid
Milieus, in denen Sätze wirken.
Zur Poetik Alfred Kolleritschs

10.30 uhr
Helmut Neundlinger
Frühe Wunden. Literarisch-biographische Auseinandersetzung mit der Kindheit im Nationalsozialismus. Eine vergleichende Lektüre von Alfred Kolleritschs Roman «Allemann», Andreas Okopenkos «Kindernazi» und Hubert Fichtes «Das Waisenhaus»

11.30 uhr
Gerhard Fuchs
Der «geheime Freund» und der Wüterich.
Zu «Der letzte Österreicher»

14.00 uhr
Holger Englerth
«In diesen Mühlen möchte ich weiterleben»
Alfred Kolleritsch als Herausgeber der «manuskripte»

15.00 uhr
Florian Neuner
Was heißt literarische Gegenöffentlichkeit? Was bedeutet ästhetische Dissidenz?
Über Abweichungen gestern & heute

17.00 uhr
Dieter Sperl /Michael Fischer
Bodo Hell
Ronald Pohl
Sissi Tax
Barbara Frischmuth
Lesungen

19.30 uhr
Alfred Kolleritsch
Lesung



Sonntag, 22. September 2013

10.00 uhr
Max Droschl
Max Höfler
Angelika Klammer
Ronald Pohl
Moderation: Thomas Eder
Gesprächsrunde

Konzept: Thomas Eder / Veranstalter: kunsthaus muerz


freier Eintritt



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